Ach Arnie. Ein actionreiches Spiel versprichst du uns und doch muss man vor allem viel warten. Auf die Fertigstellung von Gebäuden, Einheiten und Forschungen etwa. Mobile Strike von Epic War gehört trotz meiner mäkeligen Anfangskritik zu den Top-Spielen im Genre. Umsatzstark und mit Millionen von aktiven Spielern und relativ guten Bewertungen in den Stores. Dort bei Google Play und iTunes steht es erstmal gratis zum Download für eure Androiden und iPhones bereit. Ja, auf mobile Smartphones und nicht aufs Tablet solltet ihr die Mobile Strike Spiele-App laden, da ihr sehr oft am Tag für wenige Minuten online sein solltet. Achja, Entwickler hinter dem Titel ist wieder Machine Zone, bekannt fürs Game of War, welcher sich hinter dem Publishernamen Epic War verbirgt. Wir schauen uns im App Review mal das Spiel im Vergleich zu anderen Titeln nach einer Woche aktiven Aufbaus und Kämpfens an. Was erwartet euch bei Mobile Strike?

Arnie, Arnold Schwarzenegger. Terminator, Governator, Conan der Barbar. Okay, vergessen wir den Low-Fantasy-Film und von mir auch aus Twins und andere Komödchen. Hier also mit „eigener App“? Beim Super Bowl 50 im Februar war die Werbung für das Spiel ausgestrahlt wurden und sorgte für Aufsehen. Dort zertrümmerte eine kleine Armee das Foyer eines Nobelhotels, nachdem die anderen Fahrstuhlmitfahrer die Actionlegende ums Spiel beneideten. Oder sie wollten sein Smartphone. Ganz klar wird das erst am Ende, wenn er mit seinem typischen Akzent sagt: „Download frie form the Äpschtore.“

Must strike back

Das Motto „Must strike back“ aus dem Clip beschreibt nicht ganz das Gameplay von Mobile Strike. Und auch der Text ausm App-Store „umwerfendes neues Actionspiel der modernen Kriegsführung“ beschönigt mega. Ganz trocken handelt es sich hier um ein simples Reskin von Game of War mit modernen Einheiten. Panzer anstatt Rammbock, Soldat mit MG statt nem Schwertkämpfer. Vergleichbar auch das Layout der Basis, die Gebäude und die Notwendigkeit vor allem Rohstoffe anzusammeln und zu erbeuten durch aktives farmen schwächerer Spieler.

Überblick: Ihr baut eure Basis mit zahlreichen Gebäuden aus. Ihr levelt ausgehend vom HQ eure Gebäude stufenweise hoch. Ihr betreibt Forschung für effektivere Produktion. Ihr habt einen Kommandanten mit hochstufbaren Fähigkeiten, wieder mit Bonis. Ihr tippt vor allem die Geschenkboxen an, macht Missionen und bringt euch taktisch in der Allianz ein. All das erfordert sehr viel Zeit. Wer erfolgreich sein will, muss oft online sein. Was man auch liest, ist dass das Spiel wieder extrem Paytowin ist.

Wobei „schwach“ bei Mobile Strike ein auslegbarer Begriff ist. Ihr spielt nicht Schach und auch nicht Armdrücken. Weder Köpfchen noch Muskelkraft werden benötigt. Etwas Köpfchen vielleicht. Okay. Die taktischen Möglichkeiten werden jedoch extrem durch Timer ausgebremst sowie den vorgegebenen Pfad der Basismissionen.

Spielelement Nummer 1 von Mobile Strike sind die Missionen. Dies teilen sich auf in direkt erledigbare Basismissionen und dre eher virtuelle. Sie alle bieten Belohnungen, welche gerade anfangs weit über die reguläre Produktionsmenge von Steinbruch, Eisenmine und so weiter. Auch die Besetzung der umliegenden Rohstofffelder auf der Karte bringt nicht so viel. Während die Basismissionen euch dabei helfen die Gebäude zielgerichtet zu erstellen und hochzuleveln, sind die anderen pure Timerjobs. Ihr wählt also der Liste einfach die Mission aus, welche eurem Spielrhythmus entspricht. Von wenigen Minuten für „einfache Missionen“ bis hin zu Stunden für „Spezialisierte Missionen“ reichen die herunterzählenden Uhrwerke.

Ein weiteres wichtiges Spielelement sind die Allianzen. Hier kann man sich gegenseitig bei den Timern etwas helfen, vor allem bekommt man aber Schutz allein schon durch die Mitgliedschaft. Später auch durch Ressourcenhilfe und Verstärkungen.

Es gibt viele In-Apps bei Mobile Strike. Und damit meine ich viele und vor allem auch reichlich im Umfang. Kein Wunder, dass die App bei den umsatzstärksten Spielen ganz oben in den Charts ist. Pakete werden einem bei jedem Start angeboten, welche z.B. Gold und eine zweite Bau- und Forschungswarteschlange versprechen. Gerade daran, wieviel in diesen Angeboten für 5 Euro steckt, merkt man, dass man bei Mobile Strike eben auch viel kaufen kann: Kisten, Beschleuniger, Akten, Hämmer, Sets, Schilde und VIP-Stufen. Oh was.

Fazit und Download

Mobile Strike ist eines jener F2P-Strategietitel, welche viel Einsatz verlangen. Zeit und mitunter auch Geld. Der Spielspaß erinnert ältere Spieler sicher an die Browsergames. Jüngere Spieler mit Actionanspruch sind hier ebenso falsch, wie ich finde. Denn die Impulskontrolle für In-Apps wird durch eine wirklich riesige Angebotsanzahl untergraben. Ich erlaube mir mal ein Review von Thomas B. aus dem Google Play Store zu zitieren, welches meine Einschätzung trifft:

„Ich spiele MS jetzt 9 Monate und es geht nur um das liebe Geld. (…) Man muss ständig aktiv sein um seine Truppen und den Kommandanten zu beschützen oder überteuerte Schutzschilde kaufen, sonst werden monatelanges aufrüsten in Sekunden zunichte gemacht. Ständig neue Herausforderungen die in keinem Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen stehen. Die Bauzeiten belaufen sich total und ohne Bonus auf lächerliche 100.000 Tage. Die Forschungzeit sogar auf 300.000 Tage.“

Na dann, wir sehen uns in 273 Jahren. Oder bei ein paar Tipps zu Mobile Strike. Mal schauen.