Überlebt die Beta von Last Day on Earth: Survival - Check-App
Wir schreiben das Jahr 2017 2027 und ein Virus, das aus einem geheimen Militärlabor stammte, hat 80% der Menschheit ausgelöscht. Zombies stellen eine dauerhafte Bedrohung für die wenigen Überlebenden dar, doch auch untereinander wird gnadenlos gemordet, um die letzten Ressourcen an sich zu reißen. Dieses Endzeitszenario ist Thema von „Last Day on Earth: Survival“ von Kefir!, das ihr kostenlos für iOS und Android downloaden könnt. Kefir! ist ein russisches Entwicklerstudio und bekannt durch „Metro 2033“ und „Eastern Front“. Aktuell befindet sich „Last Day on Earth“ noch in der Beta-Phase und wir haben schon mal einen Blick darauf geworfen.
Mit Stöcken und Steinen
Ein Typ, der nur eine rote Unterhose trägt, rennt durch einen Wald und sammelt Holz. Das klingt wie der Beginn eines Witzes, ist aber eigentlich der Beginn des Spiels. Bis auf besagte Hose besitzt man nichts und muss sich zunächst aus Stöcken und Steinen die ersten wichtigen Werkzeuge basteln: Eine Axt, eine Spitzhacke und einen Speer. Mit diesen Hilfsmitteln gelingt es dem Spieler, noch mehr Stöcke und Steine abzubauen und sich eine kleine Hütte im Wald zu bauen. Wie bei den drei kleinen Schweinchen gehen einfache Holzwände unter vorbeiziehenden Zombiehorden schneller zu Bruch als massive Steinwände. Zusätzlich sollte man mit Fallen nicht geizig sein, diese halten auch andere Spieler fern. Das kleine Idyll im Wald ist eines der Gebiete, das man als Spieler betreten kann. In Wäldern findet man natürlich vorwiegend Holz, in felsigen Gebieten kann Erz und Stein abgebaut werden. Bunker zu betreten lohnt sich, da dort zurückgelassene Ausrüstung zu finden ist, jedoch findet man dort auch zurückgelassene Soldaten… in Zombieform. Weitere Ausrüstung, Waffen oder Bauteile findet man auch in Rettungsboxen, die über dem Gebiet abgeworfen werden, oder in den Trümmern abgestürzter Flugzeuge. Um eines der Gebiete zu betreten, kann man entweder rennen, was Energie verbraucht, oder gehen, was länger dauert. Um größere Distanzen zu überwinden ist der ATV eine Notwendigkeit. In der Beta kann man diesen aber noch nicht fertigstellen, da noch nicht alle Teile ins Spiel implementiert wurden, aber es soll zum offiziellen Start ja auch noch etwas Neues zu entdecken geben.
Ein neues Parameter: Gestank!
Neben dem üblichen Lebensbalken, der durch Zombies, Wölfe oder feindliche Überlebende in Mitleidenschaft gezogen wird, gibt es noch Hunger und Durst. Fällt einer dieser Werte auf Null, stirbt der Überlebende. Die Futtersuche ist somit eine der Hauptbeschäftigungen und der Hunger kann in Form von gebackenen Bohnen aus der Dose, selbstgezüchteten Möhren und Beeren aus dem Zombiewald gestillt werden. Geht man aus einem Zweikampf mit einem Wolf oder einem Reh als Sieger hervor, kann man sich auch am Lagerfeuer ein Steak grillen. Wasser findet man in Rettungsboxen oder sammelt es im Regenfänger. (Leere Flaschen daher immer schön horten!) Was aber besonders originell ist, ist noch ein weiterer Parameter: Hygiene. Diese ist noch relativ neu im Spiel und führt auch mehr oder weniger zum Tod, denn andere Spieler und Zombies können uns riechen. Um sich nicht durch verdächtige Gerüche zu verraten, sollte der Überlebende also ab und an eine Dusche nehmen. Die Dusche lässt sich aus zehn Kiefernstämmen, einem Stück Stoff und drei Eisenerz bauen. Pro Waschgang benötigt man zwei Flaschen Wasser. Umgekehrt hat das neue Parameter auch Auswirkungen, denn der Überlebende kann in den Wald- oder Erzgebieten riechen, wenn ein ungewaschener Mensch oder ein Zombie in der Nähe ist. Das geht sogar so weit, dass man unterscheiden kann, ob es sich um normale Zombies handelt oder „The Big One“, der in den Wäldern sein Unwesen treibt.
The Big One und andere Untote
Es gibt viele Arten von Untoten, die unterschiedlich gefährlich sind. So gibt es langsame, wandernde Zombies, die gemütlich auf den Spieler zu torkeln, so dass man sogar noch Zeit hat, den Baum zu Ende zu fällen. Andere Zombies sind sehr flink, langsame Waffen sind bei ihnen von Nachteil, da auch ihre Attacken schnell sind. Diese beiden Zombiearten trifft man oft in grünen Gebieten an, dem Gebiet mit dem leichtesten Schwierigkeitsgrad. In den gelben Gebieten gibt es mehr Loot, aber auch gefährlichere Zombies. Zu diesen gehören giftspeiende grüne Zombies, die irgendwelche radioaktiv aussehende Grütze auf den Spieler spucken. Außerdem befinden sich dort auch große, fette Zombies, die heftige Attacken drauf haben. Die miesesten Zombies befinden sich in den roten Gebieten, sie sind nicht nur groß, sondern auch giftig. Ein Vertreter dieser reizenden Gattung ist unten im Bild zu sehen, links neben The Big One. Seit dem neuen Update vom 30. Juni ist das Spiel auch auf Deutsch verfügbar, weshalb aus „The Big One“ nun „Der Große“ wurde. Dieser Zombie ist (egal in welcher Sprache) der Schlimmste von allen und streunt oft in dem abgestorbenen roten Waldgebiet herum, taucht aber auch in den anderen Gebieten manchmal auf. Wenn man keine echt gute Ausrüstung hat, sollte man lieber das Weite suchen, wenn man ihn entdeckt. (Und ja, für diesen Screenshot bin ich beinahe gestorben. Aber für euch Leser opfert man sich gerne. 🙂 * schleim *)
Speere, Schläger und Stoppschilder
Die Ausrüstung ist bei einem Survivalgame natürlich von zentraler Bedeutung, insbesondere was Waffen angeht. Die erste Waffe, die man selbst herstellen kann, ist ein Holzspeer. Gegen schwächere Zombies mag der Speer schon ganz praktisch sein, aber „The Big One“ benutzt ihn höchstens als Zahnstocher, nachdem er uns gefressen hat. Wenn man Glück hat, findet man in den Rettungsboxen schon zu Beginn des Spiels die ein oder andere gute Waffe, wie eine Machete oder einen Baseballschläger. Fernkampfwaffen kann man ebenfalls finden oder später selbst craften, z.B. ganz klassisch eine Glock 17 oder Gewehre zum Snipern. Die witzigste Waffe, die ich bisher gesehen habe, war ein Stoppschild. Aber wahrscheinlich macht die Not und die Zombies einen, was die Waffenwahl angeht, ganz schnell erfinderisch. Die Spielanimationen sind voller liebevoller Details, soll heißen, in den Pfützen spiegeln sich Bäume, die Gräser wiegen sich sanft im Wind, die abgeschlagenen Zombiekörperteile rollen und fliegen fröhlich umher, je nachdem, welche Wucht der Schlag der Waffe hat… okay, letzteres erklärt dann, wieso das Spiel USK 16 hat.
Fazit zur Beta von „Last Day on Earth: Survival“
Die Beta von „Last Day on Earth: Survival“ macht schon richtig Lust auf mehr, ich kann es kaum erwarten, dass man den ATV zu Ende bauen kann (vroom vroom!) und bin auch gespannt, welche Multiplayermöglichkeiten es geben wird. In der Fancommunity werden zumindest bereits jetzt Themen wie Allianzgründungen oder PvP rege diskutiert. Ob es zum Release einen Wipe geben wird oder nicht, weiß man auch noch nicht so genau und vielleicht erwartet uns in Zukunft auch eine Auswahl der Spielfigur, zumindest stellten die Entwickler einen Entwurf für ein weibliches Charaktermodell vor. Welche Veränderungen es nach dem Ende der Beta geben wird, wird sich zeigen. Seit dem neusten Update ist das Spiel auch in deutscher Sprache verfügbar, für einige Rezepte werden nun weniger Bauteile benötigt, wie z.B. bei der Chopper. Es gibt nun Push-Nachrichten, die uns informieren, wenn man ein Gebiet erreicht hat oder keine Energie mehr besitzt. Einige Materialkosten wurden ziemlich erhöht, vor dem Update kosteten Bandagen zwei Stoffstücken, nun sind es fünf der Fetzen. Dafür wurde aber die Haltbarkeit der Ausrüstung etwas erhöht, was super ist, denn zuvor war permanent irgendetwas futsch. Der Ingame-Shop funktioniert übrigens auch schon, dort können diverse Pakete mit Ausrüstung oder Gold gekauft werden. Alles in allem bleibt es auch weiterhin sehr spannend und zum Reinschnuppern lohnt sich die Beta-Version auf jeden Fall.









