Angesichts des Stresspegels, den die Action-Shooter der letzten Wochen mit sich brachten, sehnte ich mich nach ein bisschen Entspannung. Genau hier sprang mir die Werbung für „Forest Island“ ins Auge: Eine idyllische Insel, voller Tiere und Natur, die mir genau die Ruhe versprach, die ich dringend brauchte. Doch wie ist das Spiel wirklich? Kommt mit mir auf eine Reise zurück zu diesem Titel, der mittlerweile sein dreijähriges Jubiläum feiert. Vorgestellt hatte ich die App hier als sie neu erschienen war: Dein Donnerstags-Check: Willkommen auf der Forest Island.

Was ist Forest Island?

Forest Island ist ein sogenanntes Idle Game, entwickelt von Nanali Studios in Zusammenarbeit mit Neowiz. Das Hauptziel des Spiels ist simpel: Revitalisiere eine verlassene Insel, indem du sie von Müll befreist und nach und nach Tiere sowie Pflanzen ansiedelst. Das Game ist für Android und iOS verfügbar und punktet mit entspannter, leicht zu erlernender Mechanik, die den Spielern erlaubt, in ihrem eigenen Tempo zu wachsen. Es gibt weder stressige Multiplayer-Duelle noch komplizierte Echtzeit-Elemente – hier dreht sich alles um das gepflegte Nichtstun.

Das Gameplay dreht sich um das Sammeln von Energie, die zur Aufwertung von Landschaften und der Ansiedlung süßer Tiere benötigt wird. Die Spieler können mehr als 40 Tierarten auf ihrer Insel ansiedeln, von Hirschen und Alpakas bis hin zu Delfinen und Möwen, und so das Wachstum der Natur vorantreiben.

In-App-Käufe und Werbung: Wie finanziert sich Forest Island?

Wie viele kostenlose Spiele heutzutage, nutzt auch Forest Island In-App-Käufe und Werbung als Monetarisierungsstrategie. Das Besondere hier: Werbung muss nicht zwangsläufig geschaut werden, sondern dient nur dazu, schneller voranzukommen. Es gibt diverse „Angebote“, wie z.B. eine kleine Maus, die auf der Insel steht und darauf wartet, dass man sich Werbung für ein anderes Spiel anschaut – egal ob man das will oder nicht. Die Entwickler versprechen Entspannung, aber der ständige Anreiz für Werbung und Bonusereignisse kann den eigentlichen Sinn des Spiels untergraben. Viele Spieler empfinden diese Events als aufdringlich, gerade wenn sie nach der großen Pause suchen.

Wer steckt hinter Forest Island?

Nanali Studios ist bekannt für charmante, grafisch ansprechende Spiele wie „Tiny Cafe“ oder „TimeFish“. Auch bei Forest Island erkennt man die unverwechselbare Handschrift des Entwicklers: Detailverliebtheit, niedliche Animationen und ein Fokus auf langsames, aber stetiges Wachstum. Interessant ist auch die kulturelle Referenz des Spiels – das Wiederbeleben der Natur könnte symbolisch für das Bedürfnis nach mehr Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein in der heutigen Gesellschaft stehen.

Spielermeinungen: Lob und Kritik im Überblick

Das Publikum ist gespalten – einerseits loben viele die entspannende Atmosphäre des Spiels. Unix kommentiert: „Sehr entspannend, ohne massive aufgezwungene Werbeunterbrechungen. Werbung nur dann, wenn man schnelle Fortschritte machen möchte. Bin noch am Anfang, aber ich liebe es jetzt schon!“ Besonders die schön gestaltete Grafik und die liebevollen Details bei den Tieren und der Natur finden Anklang.

Auf der anderen Seite kritisieren einige Spieler die Monetarisierung und den Buggy-Zustand des Spiels. LilMrsSnowWhite beklagt: „Leider ist es sehr verbuggt, was mich überlegen lässt, es wieder zu deinstallieren. Man schaut Werbung, bekommt aber keinen Reward. Sehr belastend!“ Es scheint also, dass „Forest Island“ einen Balanceakt zwischen Entspannung und Aufdringlichkeit nicht immer ganz schafft.

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Mein Fazit: Lohnt sich Forest Island wirklich?

Forest Island hat definitiv seinen Platz unter den entspannten Spielen. Die grafische Gestaltung und die sanften Klänge der Natur laden zum Verweilen ein, und die niedlichen Tiere sorgen für den notwendigen „Aww“-Effekt. Wer jedoch nach einem völlig stressfreien Erlebnis sucht, könnte sich an der präsenten Monetarisierung stören – diese steht manchmal der versprochenen Entspannung im Weg.

Aber vielleicht ist gerade diese Mischung aus süßer Natur und kapitalistischem Wachstumszwang die wahre Ironie des Spiels: In einer Welt, in der alles wachsen muss, gibt es eben keine Insel der vollständigen Ruhe – nur eine Forest Island.