Manchmal braucht man einfach vertrauenswürdige Informationen – genau das verspricht Readly mit seiner Magazin- und Zeitungsflatrate. Wir haben die App bereits getestet und kamen zu dem Schluss, dass sie tatsächlich die Art und Weise revolutionieren könnte, wie wir Magazine konsumieren.

Doch in der Werbung auf TikTok positioniert sich Readly bewusst gegen „was auch immer“ und für Qualitätsjournalismus. Kein Problem – wir klären regelmäßig über Hoaxes auf und warnen vor schädlichen Inhalten sowie dem ewigen Doomscrolling. Aber muss dieser Graben wirklich aufgemacht werden? TikTok hat zweifellos ein Hatefakes-Problem, aber Polemik bringt niemanden weiter.

Ein Kommentar unter einem Readly-Werbeclip auf TikTok brachte uns auf die Idee, mal wieder einen Blick auf die App zu werfen. Nutzer „Lutz“ schreibt:

„Die Readly App ist perfekt. Unmengen an Fachzeitschriften … diese angezeigte Werbung allerdings verwirrend für potenzielle Käufer … bin schon länger Kunde und sehr zufrieden!“

Also schauen wir uns an, was sich bei Readly getan hat – ist die App wirklich noch so gut?

Ein tieferer Blick in die Inhalte von Readly: Vielfalt mit ironischen Noten

Obwohl die BILD-Zeitung in der Readly-App fehlt, was für einige Nutzer sicherlich ein Verlust ist, bietet die Plattform dennoch eine beeindruckende Auswahl von über 8.000 Magazinen und Zeitungen aus verschiedenen Kategorien.

Hier einige Beispiele:

  • Psychologie Heute: Für alle, die gerne morgen oder übermorgen zum hundertsten Mal lesen möchten, warum Prokrastination schlecht ist.
  • Auto BILD: Weil man nie genug über den neuesten Golf wissen kann.
  • Vogue: Für diejenigen, die glauben, dass Mode nur aus Schwarz-Weiß-Fotografien besteht.
  • National Geographic: Damit man sich beim Ansehen der beeindruckenden Tierfotos fragt, warum man selbst nie über den eigenen Garten hinauskommt.
  • Men’s Health: Weil jeder Mann wissen sollte, wie man in 30 Tagen zum Adonis wird – oder es zumindest versucht.
  • Better Homes & Gardens: Für diejenigen, die glauben, dass der perfekte Garten nur eine Frage von ein paar freien Wochenenden ist.
  • Cooking Light: Weil man nach dem fünften Quinoa-Rezept immer noch hofft, dass es diesmal besser schmeckt.
  • Runner’s World: Für alle, die gerne darüber lesen, wie man einen Marathon läuft, während man gemütlich auf der Couch sitzt.
  • Popular Mechanics: Für den Heimwerker, der glaubt, dass er mit einer Anleitung alles reparieren kann – bis auf die kaputte Anleitung.
  • Cosmopolitan: Weil man nie genug Tipps bekommen kann, wie man sein Liebesleben aufpeppt – auch wenn sie seit den 90ern gleich geblieben sind.

Trotz dieser Vielfalt vermissen einige Leser spezifische Titel wie den Spiegel oder GEO, was die Auswahl für bestimmte Interessensgebiete einschränken kann. Dennoch bleibt Readly eine vielseitige Plattform für alle, die gerne in einer breiten Palette von Magazinen und Zeitungen stöbern und dabei auch mal über die gefühlt immer gleichen Inhalte schmunzeln möchten.

Was Nutzer aktuell an Readly loben:

  • Gute Bedienbarkeit: Viele Nutzer empfinden die App als einfach zu nutzen, mit einer klaren und übersichtlichen Oberfläche.
  • Große Auswahl: „Sehr gute Auswahl an Zeitschriften und Magazinen zu einem sehr günstigen Preis.“
  • Allgemeine Zufriedenheit: Kommentare wie „Super toll!“ oder „Bin voll zufrieden!“ zeigen, dass die App bei vielen gut ankommt.
  • Gute Ergänzung zum „Focus“: Einige Nutzer wünschen sich zwar den „Spiegel“, loben aber dennoch die Vielfalt der enthaltenen Magazine.

Die größten Kritikpunkte:

  • Fehlende Zeitungen: Nutzer bemängeln, dass bestimmte bekannte Titel wie die Bild-Zeitung fehlen.
  • Probleme mit dem Abo-Modell: „Habe ein Abo abgeschlossen, weil in der App 60 Tage kostenloser Testzeitraum stand. Nach Abschluss wurden mir dennoch 14,99 € abgebucht.“ – einige Nutzer fühlen sich hier getäuscht.
  • Schlechte PDF-Qualität: „Beim Reinzoomen wird die Schrift und auch die Bilder sehr unscharf.“
  • Lese-Popup stört: Während einige Nutzer von einem angenehmen Leseerlebnis berichten, nervt andere ein ständig auftauchendes Pop-up mit Leseempfehlungen.
  • Lesezeichen-Funktion fehlt oder ungenau: Beim erneuten Öffnen einer Zeitschrift springt die App nicht zur zuletzt gelesenen Seite, sondern irgendwohin – was für manche frustrierend ist.

Fazit:

Die Readly-App überzeugt weiterhin mit ihrer großen Auswahl und einer einfachen Bedienung. Dennoch gibt es Schwachstellen – insbesondere die fehlenden Titel, die PDF-Qualität und Probleme mit dem Abo-Modell könnten für einige Nutzer ein Dealbreaker sein. Wer viel liest und mit dem Angebot klarkommt, wird mit Readly jedoch zufrieden sein.