Prison Escape Simulator: Dig Out – Komplette Lösung & Tipps - Check-App
Ich habe Prison Escape Simulator jetzt zwei Tage gespielt. Oder besser gesagt: Ich habe mich durch etwa 30 Werbespots gequält, um an Klopapier ranzukommen. Ja, Klopapier. Das ist die Währung im Spiel. Digital Melody hat’s geschafft, mich mit derart penetranter Werbung gleich in zwei andere ihrer Hypercasual-Gurken zu schieben, weil die Banner sofort den Store aufreißen und manchmal einfach hängenbleiben. Glückwunsch dazu.
Und trotzdem: Ich sitze immer noch dran. Ich habe mich schon bis zum Sarg durchgebuddelt, den Lagerschlüssel eingesackt und bin zigmal erwischt worden. Das ist jedes Mal zum Kotzen, weil man wieder bei null anfängt – na ja, fast null. Immerhin behält man die Werkzeuge. Rogue-like nennt man das als Gamer, und ehrlich gesagt: Das macht Bock.
Die Kernidee von Prison Escape Simulator 3D ist so stumpf wie effektiv: Fliesen hoch, Boden auf, graben. Wer erwischt wird, hat verloren. Wer clever ist, holt sich bessere Schaufeln, Rucksäcke oder Seile. Klingt simpel, spielt sich aber erstaunlich spannend. Die Wächter sind gnadenlos, die Belohnungen kleben wie Kaugummi an der Schuhsohle, und irgendwie will man doch „nur noch einmal“ buddeln.
Grab dich frei – oder bleib im Kreis
Das Grundprinzip von Prison Escape Simulator: Dig Out ist so simpel wie zäh: Teppich hoch, Löffel raus, graben. Immer tiefer, immer weiter. Unterwegs stößt du auf Schrott, den du dem Wärter verticken kannst, oder auf Loot, den du gegen Toilettenpapier eintauschst – die wichtigste Währung im Knast. Damit kaufst du bessere Schaufeln, größere Rucksäcke und hübschere Möbel für deine Zelle. Ja, richtig gelesen: Während du gleichzeitig an deinem Masterplan zur Flucht arbeitest, kannst du dir bei Frau Dorothy neue Vorhänge gönnen.
Das Spiel ist ein Mix aus Rogue-like und Idle-Grind. Wirst du erwischt, ist der Fortschritt weg – immerhin behältst du Werkzeuge und Stats. Das sorgt für Frust und Motivation zugleich. Dazu kommen Mini-Games wie Basketball, Glücksspiel oder Bankdrücken. Nett für zwischendurch, aber nie mehr als kleine Pausenfüller.
Was nervt: Die Werbung. Klar, sie belohnt dich mit Extra-Währung, aber nach 20 Spots ist die Grenze erreicht. Dazu kommen kleine Bugs – Musik, die sich nicht dauerhaft ausschalten lässt, oder ewige Wiederholung der gleichen Ausbruchsszenarien. Spätestens wenn man zwei Mal entkommen ist und trotzdem in derselben Zelle aufwacht, fühlt es sich nach Early Access an.
Raus aus dem Knast mit diesen Tipps
Das Spiel von Digital Melody ist ein typisches „Grab dich frei“-Simulationsspiel, aber mit erstaunlich vielen Schichten: Ressourcen-Management, Mini-Games, Quests, Ausbausysteme und ein finaler Escape. Wer blind loslegt, landet schnell wieder im Knast, weil er die Abläufe nicht beachtet. Hier also ein ausführlicher Walkthrough mit allen Tipps.
1. Der Anfang im Knast – Tag 1 bis 2
Du startest in deiner Zelle, mit einem Teppich auf dem Boden. Darunter liegt der Ausgang in die Freiheit.
- Werkzeug: Dein erster Grabhelfer ist ein Teelöffel. Extrem langsam, aber er reicht, um den Einstieg zu verstehen.
- Ziel: Erde abbauen, Items einsammeln und diese verkaufen.
- Währung: Toilettenpapier (TP). Ja, das ist ernst gemeint. TP ist die Hauptwährung, mit der du Essen, Werkzeuge, Möbel und Training bezahlst.
Wichtige Tipps:
- Den Teppich immer wieder ausrollen, bevor die Wache kommt.
- Den abgebauten Dreck im Klo entsorgen. Später bessere Toiletten kaufen, weil der Standard-Pott sehr langsam ist.
- Niemals die Kontrolle der Wache verpassen – sonst Reset.
2. Energie, Training & Nahrung
Deine Energie ist der zentrale Engpass. Ohne Energie kannst du nicht graben.
- Kurzfristige Lösung: Essen (Suppe, Joghurt, Chips) gibt sofort Energie zurück.
- Langfristige Lösung: Training (Bankdrücken, Hanteln, Liegestütze). Jedes Workout erhöht dein Max-Energie-Limit dauerhaft.
- Best Practice: Tagsüber trainieren, mittags Suppe oder Drinks holen, nachts mit Kaffee/Energy-Drinks Vollgas graben.
Pro-Tipp: Energy-Drinks, Tee und Kaffee sparst du für die Nacht. Nachts gibt es keine Wächter-Kontrollen – perfekt für Deep-Dig-Sessions.
3. Handel & Quests
Du hast drei Ebenen von Handelspartnern:
- Wärter: Kauft Items aus deinem Loch. Tipp: Verhandle bei >90 % Erfolgswahrscheinlichkeit. So holst du 10–15 % mehr TP pro Run raus.
- Mitgefangene: Geben Quests („Bring mir Seife, einen Schraubenschlüssel, ein Idol…“). Belohnungen sind meist Dollar, die du für Möbel und Spezial-Upgrades brauchst.
- Dorothy (Lagerhaus-Frau): Verkauft Möbel, Pflanzen, Toiletten-Upgrades und Zellen-Erweiterungen. Alles, was dein Leben einfacher macht.
Quests lohnen sich immer, weil sie Abwechslung reinbringen und dir zusätzlichen Fortschritt bescheren.
4. Werkzeuge & Inventar
Das wichtigste Progressions-System im Spiel.
- Reihenfolge der Grabwerkzeuge:
- Löffel → Kelle → Pfanne → Schaufel → Spaten → Profi-Tools.
- Jedes Upgrade steigert deine Grabgeschwindigkeit massiv.
- Rucksack-Upgrade:
- Start mit 5 Slots.
- Später bis zu 25 Slots.
- Mehr Slots = weniger Trips = schnellerer Fortschritt.
- Seile: Ab 10 Metern Tiefe unverzichtbar, da der Rückweg sonst zu lange dauert.
Priorität: Immer erst Werkzeug, dann Rucksack, dann Seil.
5. Zelle pimpen – mehr als Deko
Deine Zelle ist nicht nur Kosmetik. Alles hat direkte Gameplay-Vorteile.
- Toiletten:
- Normale → bessere → goldene Toilette.
- Spart beim Entsorgen von Erde enorm Zeit.
- Pflanzen:
- Verlängern das Intervall bis zur nächsten Kontrolle (z. B. +15 Sekunden).
- Pflicht für tiefe Runs.
- Kühlschrank:
- Essen auf Vorrat lagern, spart TP und Zeit.
- Kaffeemaschine / Teekanne:
- Zusätzliche tägliche Energie-Boni.
Tipp: Investiere früh in Pflanzen + Toilette, bevor du dich in die Tiefe wagst.
6. Tagesablauf & Zeitmanagement
Der Schlüssel zum Erfolg ist ein perfekter Tagesrhythmus.
- Morgens: Buddeln, Items sammeln, alles auf den Tisch legen.
- Vormittag: Verkauf an den Wärter, TP sichern, Essen kaufen.
- Mittagspause (12 Uhr): Training, Quests abgeben, Snacks besorgen.
- Nachmittags: Weitere Grab-Sessions mit frischer Energie.
- Nachts: Volle Power dank Energy-Drinks und Kaffee. Kein Wächter-Check = beste Zeit zum Durchziehen.
7. Tiefer graben – die Story schreitet voran
Ab ~7 Metern Tiefe kommen Briefe mit Hinweisen:
- Bei 10 Metern stößt du auf härteres Gestein. Dort musst du horizontal nach Norden weiter.
- Nach 15 Metern erreichst du alte Tunnel. Hier beginnen die gefährlichen Passagen mit Dunkelheit.
Wichtig:
- Glowsticks sind Pflicht, sonst verlierst du die Orientierung.
- Dynamit ist optional, aber teuer und ineffizient. Lieber auf bessere Werkzeuge setzen.
- Kompass kaufen, um die richtige Richtung (z. B. 15 Meter nach Norden) eindeutig zu finden.
8. Endgame & Flucht
- Lagerhaus-Schlüssel: Finde ihn, um an High-Tier-Items zu kommen.
- Tunnel-System: Ab ~Tag 10 stößt du auf verzweigte Gänge. Glowsticks unbedingt strategisch platzieren.
- Finale Aufgaben: Sicher den Stromkasten, finde den Ausgang Richtung Werkstatt.
- Escape: Im Abandoned Refinery wartet ein Helikopter. Zwei mögliche Wege – falls einer blockiert ist, den anderen nehmen.
Warnung: Wer kurz vor dem Ende von einem Wächter erwischt wird, riskiert einen kompletten Reset. Vor dem Finale alle wichtigen Upgrades (Backpack + Glowsticks + Schaufel) auf Maximum bringen.
9. Tipps für den sicheren Escape
- Immer ein volles Inventar verkaufen, nie halb leer.
- Vor jedem großen Run Essen + Drinks auf Vorrat im Kühlschrank lagern.
- Verhandeln bei Wärtern bringt langfristig mehrere hundert TP Extra.
- Dynamit nur in Notfällen einsetzen, weil Preis-Leistung schlecht ist.
- Ab dem dunklen Abschnitt nie ohne Kompass + Glowsticks graben.
Damit hast du die komplette Lösung: Von den ersten Tagen bis zum Helikopter. Das Spiel ist ein Grind, aber clever aufgebaut: Wer systematisch spielt, schafft den Ausbruch in rund 10–12 Ingame-Tagen.
Fazit – warum mich die Mobile-Version nicht ganz überzeugt
Nach etlichen Runs und dem finalen Ausbruch bleibt unterm Strich: auf PC macht Prison Escape Simulator deutlich mehr Spaß.
Die Steuerung mit Maus und Tastatur ist präziser, man kann schneller reagieren und behält beim hektischen Verstecken oder Verhandeln eher den Überblick. Auf dem Smartphone wirkt das Ganze dagegen oft gequetscht und hakelig.
Dazu kommt: die knappe Zeitfenster-Mechanik – alle paar Minuten die Wache, Erde entsorgen, Items einsammeln – verzeiht keine Verzögerung. Auf dem Handy ist die Touch-Steuerung zu ungenau, sodass man im entscheidenden Moment zu spät am Klo oder am Teppich ist. Das sorgt für Frust, weil man trotz guter Planung scheitert.
Mein Eindruck:
- PC-Version: eher Simulation, man kann Strategien testen und hat Kontrolle.
- Mobile-Version: mehr Trial-and-Error, oft Glückssache wegen Steuerung und Bedienung.
Wer das Spiel wirklich erleben will, sollte es lieber auf Steam spielen. Auf dem Handy ist es zwar nett für kurze Sessions, aber die Steuerung killt zu oft den Spielfluss.









